Blauer See

Vereinsgewässer des "ASV Pinn-Wipp e.V."

Der "Blaue See" hat eine Größe von ca. 15 ha. Er liegt in der Stadt Dorsten (Ortsteil Holsterhausen).

Die Entstehung dieses ruhigen und dennoch zentral gelegenen Gewässers erfolgte aus einem Sandtagebau, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts betrieben wurde und sich im Laufe der Zeit mit Grundwasser füllte. Ab 1955 erwarb die Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft (RWW) den aus dem ehemaligen Sandtagebau entstandenen See und nutzt diesen seitdem als Brauchwasserreservoir für Industriebetriebe in der Umgebung. Am Ostufer befinden sich hierzu zwei Brauchwasserentnahmeeinrichtungen, die jährlich mehrere Millionen Kubikmeter Wasser in das Pumpwerk leiten. Heute wird der See durch die Bäche Hammbach (Nordseite) und Wienbach (Südseite) sowie einem zusätzlichen Pumpwerk (Ostseite) mit Wasser gespeist.

Durch eine Wassertiefe von bis zu vier Metern aber auch großen Flachwasserzonen fühlen sich viele Fischarten heimisch. Es handelt sich vornehmlich um Raubfische wie Wels, Hecht, Zander, Barsch sowie vereinzelten Forellen. Aber auch Friedfischarten wie Spiegel-, Schuppen und Graskarpfen, Brassen und Rotaugen fühlen sich wohl. Andere Fischarten wie Aal, Schleie, Güster und Rotfeder sind ebenfalls (in sehr geringem Maße) vertreten.

Der „Blaue See“ ist von durch eine sehr gute Wasserqualität gekennzeichnet, was durch das Aufkommen verschiedener sog. Bioindikatoren wie bspw. dem Edelkrebs, verschiedener Muschelarten, der Köcherfliegenlarve oder des Bachflohkrebses bestätigt wird. Die Uferstruktur besteht aus zum Teil altem Baum- und Strauchbestand, der im Rahmen der seitens der Vereinsmitglieder jährlich durchzuführenden Instandhaltungsarbeiten gepflegt und bei Bedarf zurückgeschnitten wird. Insbesondere im Sommer ist somit ein Großteil der Angelplätze wind- und blickgeschützt.

Generell ist der See für Angler und Passanten mit Autos oder anderen motorisierten Fahrzeugen nur an den Seeseiten am „Söltener Landweg“ (Westseite) sowie der „Luisenstraße“ (Nordseite) erreichbar. Fahrzeuge können am Straßenrand abgestellt und sämtliche Angelplätze über einen kurzen Fußweg von 20 bis 50 m erreicht werden. Die dritte und letzte beangelbare Seeseite (Südseite) kann über einen Promenadenweg erreicht werden, der jedoch ausschließlich als Fuß- und Radweg dient und den gesamten See umschließt. Die vierte Seite dieses Sees (Ostseite) ist teilweise Privatgelände unseres Verpächters und erklärtes Schongebiet, das weder beangelt noch betreten werden darf.


Durch diesen „Schonbezirk“ sowie die anderen ökologisch wichtigen Uferrandstreifen wird ein sehr hohes Aufkommen an heimischen Wasser- und Singvögelarten erreicht, die durch ausreichende Nist- und Brutmöglichkeiten am See heimisch geworden sind. In lauen Sommernächten können ebenfalls diverse Fledermausarten beobachtet werden, wodurch jeder abendliche Spaziergang bzw. jede Angelsitzung zum Abenteuer wird.